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Politikserien - Indes. Zeitschrift für Politik ...
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»House of Cards«, »West Wing« und »Borgen« als sicherlich populärste Beispiele, aber auch »The Thick of It«, »Political Animals«oder »Secret State« - in den letzten Jahren hat das Phänomen aufwendig produzierter politischer Erfolgsserien sichtbar zugenommen. In Zeiten vermeintlicher Politik(er)verdrossenheit sind der Erfolg und die Faszination solcher Formate durchaus erstaunlich, jedenfalls aber einer Begründung wert. Werden doch in den Episoden oftmals genau jene kleinteiligen, langwierigen und kompromissbehafteten Prozesse des politischen Alltagsbetriebs gezeigt, denen im Realen häufig mit Ablehnung begegnet wird. In den Serien wird eben diese klassische »Hinterzimmerpolitik«zwar auch als Hort von Intrigen präsentiert - aber eben keinesfalls ausschließlich. Sie erscheint vielmehr, wenn nicht gar vornehmlich, als notwendiges, geradezu begrüßenswertes Element des »Politikmachens«. INDES 4_2014 fragt also: Welches Bild von »Politik« wird in diesen Serien vermittelt - und warum ist dieses Format derzeit so erfolgreich? Prof. Dr. Franz Walter ist Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

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Stand: 07.11.2017
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Kirchen - Indes. Zeitschrift für Politik und Ge...
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2017 jährt sich zum fünfhundertsten Mal der berühmte Thesenanschlag, bei dem Martin Luther seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelte. Um und über das damit verbundene, nicht zuletzt durch Luther neu aufgesetzte Verhältnis von Politik, Macht und Kirche wird im Angesicht des Reformationsjubiläums in diesem Jahr (weiter) gerungen werden. Wann, und wenn ja wie, sollte Kirche sich in Politik einmischen? Wenn Kirchen nur noch Durchgangsstationen für Passageriten sind, wenn religiöses Leben und Denken sich kaum noch lebensweltlich abbildet - welche politische Relevanz besitzt dann noch »Kirche«? Eine besondere Relevanz gewinnt diese Frage aktuell dadurch, dass die Kirchen in der Bundesrepublik - und darüber hinaus - gegenwärtig wie selten zuvor im Spannungsfeld zwischen christlichen Werten wie Barmherzigkeit und Nächstenliebe und den Ängsten auch zahlreicher Gläubiger angesichts von Millionen Flüchtenden hin- und hergerissen sind. In derselben Zeit, in der etwa die katholischen Bischöfe in Bayern mit der CSU um ihren Begriff von Humanität ringen und die AfD geißeln, machen die Orthodoxen beider Konfessionen europaweit auf den Straßen gegen die gesellschaftlichen Liberalisierungstendenzen der vergangenen Dekaden mobil. Derweil die Kirchenoberen der christlichen Konfessionen in Deutschland als Wortführer einer umfassenden Willkommenskultur agieren, unterstützen die Kirchen in Polen und Ungarn die Abschottungspolitik der dortigen Regierungen. Während die Großkirchen fortgesetzt schrumpfen und alternative Kleinkirchen sowie charismatische Bewegungen weltweit wachsen, feiert die Rede von der Christlichkeit des Abendlandes als Fundamentalprägung der durch muslimische Zuwanderung vermeintlich bedrohten (west-)europäischen Kultur fröhliche Urständ. In solch einer Zeit ist die Frage nach Kirchen und Politik so aktuell wie nötig und brisant. Zur Erhellung des Themas will INDES sich wie gewohnt nicht allein in der Gegenwart umsehen, sondern in den Beiträgen, etwa in Portraits, Inspektionen und Gesprächen, auch nach der Genese, Geschichte und Wandel des spannungsreichen Wechselverhältnisses von Politik, Kirche und Macht fragen.

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Stand: 07.11.2017
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Nullerjahre - Indes. Zeitschrift für Politik un...
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Der Jahreswechsel des 31.12.1999 zum 1.1.2000 - in die so genannten Nullerjahre - verlief verblüffend gewöhnlich angesichts allerlei apokalyptischer Szenarien, die im Vorfeld beschworen wurden. Sprach die Medienöffentlichkeit noch zuvor von den katastrophalen Folgen der Jahrtausendwende, so wachten die Menschen am ersten Januar doch in einer auffallend gleichen Welt auf, mit den gleichen Problemen und der gleichen Alltäglichkeit wie in den Jahren zuvor. Bis von den Nullerjahren als einer möglichen Zäsur gesprochen wurde, sollte es beinahe zwei Jahre dauern. Mit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden gewohnte Sicherheiten erschüttert. Hatte man in den 1990er Jahren noch gedacht, man sei in einer nun endgültig von Amerika dominierten Weltordnung angekommen, die Francis Fukuyama allzu leichthändig mit dem Ende der Geschichte gleichsetzte, so waren alle derartigen Thesen und Deutungen mit einem (An-)Schlag obsolet. Waren die Nullerjahre also im Wesentlichen ein Jahrzehnt neuartiger Verunsicherung? Oder dominierten Kontinuitäten, Traditionsüberhänge, Fortsetzungen von Entwicklungen, die bereits die 1990er Jahre kennzeichneten? Die kommende Ausgabe von INDES möchte sich mit diesem besonderen Jahrzehnt befassen, zurückblicken und dabei eintauchen in die politisch-sozialen Ereignisse, Strukturen, Mentalitäten dieser Zeit. Kurzum: Was macht die Nullerjahre besonders? Und welche Ereignisse prägten den Zeitraum vom Jahreswechsel 99/00 bis zum Jahr 2010?

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Stand: 21.11.2017
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Verschwörungen - Indes. Zeitschrift für Politik...
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Ein Gutteil des gewachsenen Misstrauens gegenüber politischen Volksvertretern bzw. den Funktionsmechanismen von Demokratie und den ökonomischen Organisationsgrundlagen unserer Gesellschaften beruht auf Verschwörungsglauben. Nicht nur im Graubereich des politischen Diskurses, bei sektiererischen oder radikalen Gruppierungen, scheint mittlerweile die Überzeugung Anklang zu finden, dass hinter vielen Entwicklungen unsichtbare Kräfte walten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen und mit ihrem Tun klandestin dem Allgemeinwohl der breiten Bevölkerungsmehrheit zuwiderhandeln. Die INDES beschäftigt sich vor diesem Hintergrund im Heft 4/2015 mit der Frage, wer in welchen (historischen wie gegenwärtigen) Situationen an Verschwörungen glaubt - und welche sozialen, politischen oder psychologischen Ursachen, Anlässe, Folgewirkungen solche Annahmen haben. Wie funktioniert und auf welcher Grundlage basiert der generalisierende Verdacht? Sind in Gegenwartsgesellschaften die nüchterne Sachrationalität und der emotionale Unterstellungsfuror nur die Kehrseiten ein und derselben Medaille? Taugt das Gebot der Transparenz als Remedur gegen den Verschwörungsglauben - oder richtet es mehr Schaden als Nutzen an? Und wie äußerte sich der Verschwörungsglaube historisch, etwa bei den legendären Weimarer »Inflationsheiligen«? Neben Rückschauen in die Geschichte fehlen auch Porträts und der Blick in das Ausland nicht. Auf diese Weise gibt das Heft Hinweise darauf, was uns der Verschwörungsglaube und seine Verbreitung ebenso wie seine Instrumentalisierung über die Verfasstheit unserer Gesellschaften zu erzählen vermögen. Prof. Dr. Franz Walter ist Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

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Die Stadt - Indes. Zeitschrift für Politik und ...
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Die Stadt - laut und dreckig, aber auch bunt und alternativ. Ein zerfaserter und anonymer Moloch, aber auch: ein verdichteter sozialer Nahraum, ein Ort bunter Artenvielfalt und Experimentierfeld der Zukunft. Wir bewohnen das zementierte Scheitern von stadtplanerischen Großentwürfen ebenso wie geglückte Umsetzungen urbaner Visionen. Die Stadt war schon immer ein vielgestaltiges, unübersichtliches und paradoxes Bedeutungsgewebe, dem sich die neue Ausgabe der INDES mit neuem Staunen und Zweifeln annähern will.Wie sollen wir leben, wie wollen wir leben? Eine Frage, die sich an kaum einem Ort so plastisch, aber auch so widersprüchlich stellt wie im verdichteten urbanen Raum. Jenem Raum, der immer mehr zur »natürlichen« Heimat des Menschen wird. Historiker sprechen von einer Umkehrung des Bildes von Stadt und Land, Sozialwissenschaftler und Ökonomen sehen in der Stadt ein Experimentierfeld des postfossilen Zeitalters. Shared space, Commons und die gärtnernde Rückeroberung des öffentlichen Raumes - an die Stelle der Flucht auf das Land tritt die politisch auf-, mitunter überladene Flucht in die Stadt und in der Stadt. Doch übt nicht nur der Mensch eine Prägekraft auf die Stadt aus, sondern die Stadt auch auf die Menschen: Wie prägt das »Bild der Stadt« Politik, Kultur, Alltag, Arbeit, Architektur, wie ist es in Zukunftsentwürfe eingewoben? Zugleich, wo produziert die »Eigenlogik der Städte« Widerstände und Beharrungen, wie verhält sich planloses Nebeneinander des melting pots zum teils sozialutopisch überwölbten, planenden Zugriff auf die Stadt? Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Blackbox »Stadt« als Antwort auf die Frage »Wie sollen wir leben, Wie wollen wir leben?« - umreißt das Vorhaben der neuen Ausgabe der INDES. Prof. Dr. Franz Walter ist Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

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Stand: 12.12.2017
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Konservatismus - Indes. Zeitschrift für Politik...
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Was ist heute noch konservativ? Generationen konservativer Denker und Politiker haben sich diese Frage immer wieder gestellt, um die Kohärenz einer Weltanschauung zu prüfen, die sich - so scheint es - in der modernen Welt ständig in der Defensive befindet. Vor über fünfzig Jahren hat z.B. Michael Oakeshott die »konservative Wesensart« als eine Haltung bestimmt, die »das Reale dem Möglichen, das Begrenzte dem Unbegrenzten, das Brauchbare dem Vollkommenen und die Fröhlichkeit einem utopischen Glück« vorziehe und auf Veränderung »eher mit Melancholie als mit Frohsinn« reagiere. Der Konservatismus zeichnet sich somit im Kern durch das aus, was er schon für Edmund Burke war: eine Denkweise, die dem Rationalismus, der reinen Vernunft, mit Skepsis begegnet. Diese eher unscharfe Grundhaltung äußert sich jedoch in sehr unterschiedlichen Facetten, von denen die neue INDES einige beleuchtet. Neben Gegenwartsanalysen und Reportagen, die nach dem Zustand des Konservatismus in Deutschland fragen, wird daher der Fokus dieser Ausgabe auf der Analyse konservativer Traditionen in verschiedenen Ländern und kulturellen Kontexten liegen: Wohin bewegt sich das Toleranzdenken im konservativen schiitischen Islam? Wo liegen die konservativen Wurzeln der englischen Arbeiterbewegung - und könnte die Labour Party vielleicht davon profitieren, sich auf diese Traditionen zu besinnen? Was sind die Grundgedanken der Philosophie von George Grant, des in Deutschland völlig unbekannten Vaters der sogenannten »Red Tory«-Bewegung in Kanada? Diese und andere Fragen werden in Beiträgen u.a. von Klaus von Beyme, Dirk Jörke, Stephan Kokew, Jörg Neuheiser und Ron Dart behandelt. Prof. Dr. Franz Walter ist Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

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Stand: 07.11.2017
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Nonkonformismus - Indes. Zeitschrift für Politi...
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In Zeiten ausgeprägten sozioökonomischen Wandels und zunehmender Unsicherheitsempfindungen scheinen sich viele Menschen nach Geborgenheit, nach Strukturen und auch der Einbettung in das Kollektiv zu sehnen. Dabei gerät - so die These - ein Ideal zahlreicher politischer, künstlerischer und sozialer Bewegungen mehr und mehr ins Hintertreffen: der Non-Konformismus. Galt abweichendes Verhalten vormals, speziell in einigen Subkulturen und insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren, als ein Ausdruck besonderer Individualität und als Ziel politischer Emanzipation, so scheint es inzwischen ein verstärktes Bedürfnis zu geben, wieder genauer zu wissen, wer man ist, wo man steht, wozu man gehört - und sich entsprechend zu verhalten. Gleichwohl: Es gibt sie noch, die Formen »abweichenden Verhaltens«, der »Devianz«, der »Unangepasstheit«. Wir finden sie etwa in unkonventionellen Formen des politischen Protests sowie alternativen Lebensformen, von den Essgewohnheiten bis hin zum Kleidungsstil. Und der demonstrative »Tabubruch« wird momentan politisch und bei Wahlen gewinnbringend - man kann fast sagen: zelebriert. Ist es also womöglich voreilig, das vermeintliche Ende des Non-Konformismus auszurufen? Welche Möglichkeiten bietet Non-Konformismus als Mittel zur Bewältigung, Überwindung, Moderation tiefsitzender gesellschaftlicher Spannungen; welche Gefahren birgt er andererseits? Grundsätzlicher noch: Was ist heute überhaupt Non-Konformismus - wo fängt er an, wo hört er auf?

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1979 - Indes. Zeitschrift für Politik und Gesel...
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Die Vorstellung, historische Prozesse würden sich durch exakte Datierungen begrenzen lassen, sorgt unter Historikern zumeist nur für Kopfschütteln. Dennoch ist die Angabe von Zäsuren für die Strukturierung des Geschichtsprozesses hilfreich, vielleicht gar unentbehrlich, insofern sich mit ihnen Schneisen in die unübersehbare Fülle historischen Faktenmaterials schlagen, Einzelereignisse bündeln, ordnende Zusammenhänge herstellen lassen. Wobei ihre historiografische Beliebtheit in einem umgekehrten Verhältnis zu ihrer begrifflichen Klarheit steht. Vor diesem Hintergrund will sich das Heft 1/2016 von INDES einer solchen Zäsur widmen: dem Jahr 1979. Erste, eher kursorische, Versuche hierzu liegen bereits vor. INDES möchte hierauf aufbauen und »1979« mit dem sprichwörtlichen Leben füllen, den postulierten Epochenbruch kritisch befragen und lebendig illustrieren. Dabei soll der Blick räumlich wie disziplinär weit schweifen und ein breites Spektrum folgenreicher Ereignisse erfassen: die Iranische Revolution, die Kandidaturen von Grünen Listen bei den Wahlen in Bremen und Europa, den Einzug von Karl Carstens in die Villa Hammerschmidt, den Verkaufserfolg von Sebastian Haffners Buch »Preußen ohne Legende«, die Ausstrahlung der Serie »Holocaust«, um nur einige Stichworte zu nennen. Dabei wird das Jahr 1979 nicht abschließend beurteilt, vielmehr sollen die vorliegenden Deutungen und Analysen die Debatte weiterführen, fokussiert auf Fragen, denen sich künftig weitere Forschungen widmen werden.

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Liberalismus - Indes. Zeitschrift für Politik u...
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Die deutsche Gesellschaft ist in manchem gegenwärtig so liberal wie nie zuvor. Die dominanten kulturellen Entwicklungstrends lassen sich seit rund drei Jahrzehnten unter die Schlagworte Differenzierung, Individualisierung, Pluralisierung subsummieren, die Akzeptanz unkonventioneller Lebensweisen hat sich stark erhöht. Andererseits scheint im 21. Jahrhundert nicht der Gesellschaftsliberalismus dominant zu sein, sondern ökonomische, als neuliberal etikettierte Strategien, die den Marktkräften huldigen. Die Konjunktur von Leistungsbekenntnissen wiederum kommt nicht der nobel-distinguierten FDP zugute, stattdessen erlebt die volkstümelnde, isolationistische, Ängste schürende AfD einen steilen Aufstieg. Was also ist »liberal«? Wo verläuft die Grenzlinie zur Illiberalität und welche Konzepte von Gerechtigkeit passen zu liberalen Einstellungen? Wie müssten zeitgemäße liberale Ideen aussehen?

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1917 bis 2017: 100 Jahre Links - Indes. Zeitsch...
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Im April 2017 jährt sich zum hundertsten Mal ein Datum, das in der Folgezeit für den vermeintlichen Hang der politischen Linken zu Friktionen und Zerwürfnissen eine geradezu symbolische Bedeutung gewonnen hat. Die Politik des Burgfriedens zahlreicher sozialistischer Parteien mit ihren nationalen Regierungen im Ersten Weltkrieg einerseits und die Oktoberrevolution 1917 andererseits führten zwischen 1914 und 1920 zum Zusammenbruch der Zweiten Internationalen und zu neuen Spaltungen innerhalb der Arbeiterbewegung, welche den stetigen Wachstums- und Konzentrationsprozess der vorangegangenen Jahrzehnte beendeten. Im Deutschen Reich führten die Auseinandersetzungen innerhalb der SPD in besagtem Frühjahr 1917 zur Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD). Die INDES nimmt dieses Ereignis und sein hundertjähriges Jubiläum zum Anlass, sich mit der Linken insgesamt zu befassen, mit ihrer Gegenwart und Geschichte, von der Endphase des Kaiserreiches über die Zwischenkriegszeit bis in unser frühes 21. Jahrhundert hinein - in Deutschland wie auch darüber hinaus. Neben Beiträgen zu linken Spaltungen und Volksfrontbestrebungen stehen Analysen linker Ideenansätze und Medienerzeugnisse. Desgleichen werden prägende Akteure der politischen Linken porträtiert. Nicht zuletzt beschäftigt sich INDES aus aktuellem Anlass mit der Mentalitätsgeschichte der Arbeiterschaft, einerseits über etliche Jahrzehnte die Zielgruppe und Kernklientel sozialdemokratischer, sozialistischer und kommunistischer Parteien, andererseits gegenwärtig eine üppig sprudelnde Stimmenquelle rechtspopulistischer Gruppierungen.

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Stand: 12.12.2017
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